Informationen zum Hundefrisbeesport
Eine Beschäftigung wie Spiel und Training integriert den Hund in seine Gemeinschaft. Dies fördert die Kommunikation und das gegenseitige Vertrauen zwischen Mensch und Hund.
Hundesport gibt dem Hund eine Aufgabe und ist eine sinnvolle Möglichkeit ihn körperlich aber auch geistig zu fordern.
Ungesunder Hundesport?
Mittlerweile betreibe ich den Hundefrisbeesport seit 10 Jahren mit meinem Hund Ben. Ben ist nun 12 Jahre alt und immer noch top fit. Er ist ein tolles Beispiel dafür, dass Hundefrisbee bzw. Hundesport generell immer so gesund ist, wie er eben betrieben wird. Einen Hundesport an sich zu verteufeln zeugt von Unwissen. Es gibt nicht den ungesunden Hundesport.
Harte Stops, wie sie beim Bällchenspielen häufig vorkommen, sind Gift für die Gelenke. Übergewicht und eine schlechte Muskulatur ebenso. Somit belastet nicht nur falsch ausgeübter Hundesport die Gelenke des Hundes. Damit ein Hund glücklich und gesund sein kann, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Normales Bällchenwerfen ist schädlicher als richtig ausgeübter Hundesport.
Wenn man beim Hundefrisbee die Wurftechnik richtig erlernt, so das der Hund sich nicht senkrecht in die Luft schrauben muß um die Scheibe zu fangen und viele andere Punkte berücksichtigt, kann Hundefrisbee einen entscheidenen Beitrag zu einem glücklichen und gesunden Hundeleben leisten.
Was ist Hundefrisbee?
Der DiscDog-Sport (Hundefrisbee/Dogfrisbee) kommt ursprünglich aus Amerika und wird dort schon seit 1974 betrieben.
Durch seine unterschiedlichen Varianten ist beim Hundefrisbee für jeden gesunden Hund, der gerne spielt, etwas dabei. Angefangen beim "einfachen" Werfen der Scheibe bis hin zu verschiedenen Tricks kann man den Sport individuell betreiben. Je nach Können des Hundes und des Besitzers kann man verschiedene Würfe und Körpertricks miteinander kombinieren. Verwendet werden spezielle Wurfscheiben, die den Hund nicht verletzen können.
Hundefrisbee ist ein Sport den man nicht ohne Vorkenntnisse betreiben sollte. Eine gute Anleitung ist unersetzlich. Am besten informiert man sich beim nächsten Hundefrisbeeclub oder besucht ein Seminar.
Tipps für den Anfang
Jeder Hund ist anders und so sollte auch das Training individuell auf den jeweiligen Hund abgestimmt werden.
Da es für die meisten Hunde am Anfang zu schwer ist die Wurfscheibe aus der Luft zu fangen, sollte man sie zuerst nur über den Boden rollen lassen. Gelingt es dem Hund den Roller aus dem Rollen heraus aufzunehmen, kann man zu kurzen niedrigen Würfen übergehen.
Gesundheit
Damit der DiscDog-Sport die Gesundheit des Hundes nicht gefährdet, sollte einiges Beachtet werden:
- bei Hunden, die noch nicht ausgewachsen sind, kann der Bodenroller, Apportieren und Tricks ohne Sprünge schon trainiert werden. Auch das Nehmen der Scheibe aus der Hand (die auf Augenhöhe des Hundes gehalten wird) auf ein Signal ist eine sinnvolle Vorbereitung auf den Sport. Kann die Scheibe so geworfen werden, dass der Hund nicht springen muss ist dem auch nichts entgegenzusetzen. Jedoch ist es zu gefährlich schon mit einem unausgewachsenen Hund den Sport mit Sprüngen auszuüben
- nur auf einem weichen Untergrund ohne Löcher spielen
- mit Werbegeschenken oder anderen Menschenwurfscheiben sollte der DiscDog-Sport nicht betreiben werden. Diese Wurfscheiben sind häufig zu schwer, scharfkantig oder aus ungeeigneten Material hergestellt. Es gibt spezielle Hundescheiben, die den Hund nicht gefährden, im Onlineshop zu kaufen
- bevor man anfängt gemeinsam mit dem Hund den Sport zu betreiben, gilt es das richtige Werfen der Wurfscheibe erst einmal mit einem menschlichen Spielpartner zu üben. Denn nur wenn die Scheibe nicht zu hoch fliegt oder plötzlich abfällt, kann der Hund sie auch gefahrlos fangen
- das Hauptaugenmerk sollte auf die Gesundheit des Hundes gerichtet werden. Einen guten DiscDogger erkennt man nicht an halsbrecherischen Tricks bei denen der Hund gefährdet wird, sondern an sicheren Landungen des Hundes!
- den Hund vor Sprüngen erst aufwärmen (indem man z.B. die Scheibe über den Boden rollen lässt, mit dem Hund rennt ...)
- es empfiehlt sich den Hund dem Tierarzt vorzustellen um Krankheiten (z.B. Hüftgelenksdysplasie) auszuschließen, bevor man beginnt mit ihm Sport zu betreiben
- die Scheiben nach Benutzen auf scharfe Kanten untersuchen und diese mit Schmirgelpapier glätten